III-13.4

Homolka, „Sein Blut komme über euch“: Jesus Christus als Motiv für christlichen Antijudaismus

2024 19 Seiten

„Sein Blut komme über euch“: Jesus Christus als Motiv für christlichen Antijudaismus [“His Blood Be On You”: Jesus Christ as a motif for Christian anti-Judaism] Rabbiner Walter Homolka Zusammenfassung Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über unterschiedliche Phasen und Phänomene des christlichen Antijudaismus, der aufs Engste verbunden ist mit der Vorstellung der Juden als „Christusmörder“, die verantwortlich für die Kreuzigung Jesu seien. Schon die Evangelien sind voller innerjüdischer Polemik, die später antijüdisch interpretiert wurde. Jesus von Nazareth wurde der jüdischen Gemeinschaft entfremdet und „den Juden“ gegenübergestellt. Die Abwertung alles Jüdischen gehört zu den Identitätsmerkmalen der jungen Kirche; aus der religiösen Konkurrenz zwischen Kirche und Judentum wurde schließlich die Verächtlichmachung und Verfolgung der Juden qua Herkunft. An der Erzählung von der Passion Jesu entzündete sich im Mittelalter eine Reihe antijüdischer Vorwürfe, die als Motiv für die Vertreibung oder Ermordung von Juden dienten. Dazu gehören die Ritualmordlegende oder die Beschuldigung von Hostienschändung …

Schlagwörter: Adversus Iudaeus, Antijudaismus, Antisemitismus, Gottesmord, Hostienschändung, Jesus Christus, jüdische Suche nach dem historischen Jesus, Kreuzigung, Neuer Bund, Ritualmordlegende, Schmerzensmann, Substitutionstheorie

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