III-8

Gerson, Judentum in der Schweiz

2009 21 Seiten

Judentum in der Schweiz DANIEL GERSON Übersicht 1945-1990 Bei Kriegsende lebten 1945 vorübergehend etwas mehr als 50.000 Juden in der Schweiz. Davon waren knapp 30.000 Flüchtlinge. In ihrer großen Mehrheit mussten sie aufgrund einer weiterhin wirksamen antisemitischen Bevölkerungspolitik („Überfremdung“) bis Ende der Vierzigerjahre die Schweiz wieder verlassen. Die schweizerisch-jüdische Gemeinschaft von etwas mehr als 20.000 Mitgliedern setzte sich damals etwa zur Hälfte aus Menschen mit Schweizer Staatsbürgerschaft - zumeist „Westjuden“ - und zur anderen Hälfte aus Ausländern und Staatenlosen- zumeist „Ostjuden“ - zusammen. Größere Einwanderungswellen gab es nach 1945 kaum. Am bedeutendsten war die Immigration mehrerer Tausend sefardischer Juden in die Westschweiz zwischen 1950 und 1980. Zuwachs für die Deutschschweiz brachten einige Hundert jüdische Flüchtlinge aus Ungarn, 1956, und aus der Tschechoslowakei, 1968. Juden aus der Sowjetunion gelangten nur vereinzelt in die Schweiz. Einige Tausend Israelis ließen sich in der Schweiz nieder, wobei nur ein kleiner Teil den Weg in …

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