Homolka, „Der gemeinschaftliche Fortschritt zum Besseren“. Rationale Theologie als Moment christlich-jüdischer Annäherung
III - 6.3.2 „Der gemeinschaftliche Fortschritt zum Besseren“. Rationale Theologie als Moment christlich-jüdischer Annäherung [“The Joint Progress for the Better“. Rational theology as a moment of Christian-Jewish rapprochement] Walter Homolka Zusammenfassung Es gehört zum Ertrag der jüdischen Aufklärung, dass David Friedländer und Israel Jacobson mit Moses Mendelssohn das Bewusstsein teilten, dass das Judentum eine vernunftmäßige Religion im Einklang mit den Wahrheiten der Philosophie sei. Und insofern die Neologen und der von ihnen geprägte preußische Protestantismus diese Einsicht teilten, berührten sich für einen großen Moment der Religionsgeschichte Judentum und Christentum, ohne dass einer sich dem anderen hätte unterordnen müssen. Die Jahre von Friedländers Sendschreiben einiger jüdischer Hausväter (1799) bis zur Gründung der Gesellschaft zur Beförderung des Christentums unter den Juden (1822) sind geprägt vom Ringen um Akkulturation, vor allem aber um die rechtliche Emanzipation der Juden in Preußen. Die aktive Unterstützung der Berliner Judenmission durch Friedrich Wilhelm III. markiert die Wendemarke …
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