Katlewski, Die jüdische Gemeinschaft nach 1945
Die jüdische Gemeinschaft nach 1945 Die deutsch-jüdische Symbiose war im Holocaust vernichtet worden! Es hat wohl kaum jemand damit gerechnet, daß es nach der Schoa wieder Juden in Deutschland geben würde. Aber bereits in den ersten Nachkriegsjahren ver zeichnete man, zumal durch Zuwanderung von osteuropäischen Juden einen Mitgliederstand von mehr als 26.000, der jedoch nach der Staatsgründung Isra els drastisch absank. Am 19. Juli 1950 wurde der „Zentralrat der Juden in Deutschland“ gegründet und am 20. August 1951 erfolgte die Neugründung der „Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland“. Sie war erstmalig 1917 gegründet worden, als Antwort auf die Not der Millionen aus Osteuropa ge flüchteten Juden. Die Anregung dazu ging von Bertha Pappenheim (1859-1936) aus, der Begründerin des „Jüdischen Frauenbundes“. Nach der Massenabwanderung im Jahre 1952 ging man davon aus, daß es in Deutschland keine jüdische Gemeinschaft mehr geben würde. Das erwies sich als Irrtum, insofern als etwa 15.000 Juden, vorwiegend …
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