Katlewski, Judentum – Verbreitung und Statistik
Verbreitung und Statistik HEINZ-PETER KATLEWSKI Wer ist jüdisch? Wer jüdisch ist und wer nicht, gehört innerhalb der jüdischen Gemeinschaft weltweit zu den am heftigsten umstrittenen Themen. Das traditionelle Religionsgesetz - die Halacha - hat eine scheinbar einfache Lösung: Jude ist, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde oder vor einem Rabbinatsgericht aus mindestens drei Rabbinern - einem Bet Din - übergetreten ist. Tritt ein Jude einer anderen Religionsgemeinschaft bei, schließt er sich zwar selbst aus dem Judentum aus. Sein Anspruch auf das Jüdischsein geht damit aber nicht verloren. Er kann zurückkehren: „Teschuwa“ (hebr. für Umkehr) ist möglich. Welche Rabbiner aber einem Bet Din angehören können und welche nicht, um einen Übertritt halachisch gültig zu machen, darüber gibt es nur innerhalb der verschiedenen jüdischen Strömungen und Verbände einigermaßen verbindliche Regelungen. Darüber, wer überhaupt zum Übertritt zugelassen wird oder dafür zugelassen werden darf, gibt es zwischen ihnen grundlegende Meinungsverschiedenheiten. Das bedeutet unter …
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