Tonini, Intermonastischer Dialog: Anfänge und Entwicklung
Intermonastischer Dialog: Anfänge und Entwicklung Von Simon Tonini _1. Einführung[1]_ Infolge des 2. Weltkrieges gab es eine drastische Veränderung der geopolitischen Weltkarte, eine Veränderung, die sich auf die kulturellen und religiösen Beziehun gen und Situationen ausgewirkt hat und noch auswirkt. Das Ende der politischen Dominanz des Westens bezeichnete das neue Interesse an antiken Kulturen, und die neuen Staaten sind sich mit Stolz ihres Erbes bewußt geworden. Die katholische Kirche, weltumspannend nicht nur von Berufung, sondern auch durch ihre Anwesenheit in jeder Ecke des Erdballs, konnte einfach nicht umhin, von dieser ungeheuren Neuheit der jetzigen Zeit2 Kenntnis zu nehmen. „Das Ökumenische Konzil“, darüber hinaus, „gab einen grundlegenden Anstoß zur Formung des kirchlichen Selbstverständnisses durch die Konfrontation mit einer Sicht der Erdkugel als einer Landkarte der verschiedenen Religionen.3 Dieses Selbstverständnis besteht in dem, was sie als ihre Bestimmung und Mis sion in der Gesamtheit des Mysteriums Christi und dem Wirken des Heiligen …
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