Rutishauser, Dialogsituation in der Schweiz
Dialogsituation in der Schweiz II - 4.2.15 CHRISTIAN M. RUTISHAUSER Ausgangslage Die schweizer Gesellschaft ist traditionell christlich, d.h. reformatorisch und katholisch geprägt, wobei eine kleine jüdische Minderheit im 20. Jh. konstant präsent war. Sie hat erst in den letzten beiden Jahrzehnten einen multireligiösen Charakter angenommen, nachdem die immigrierten Arbeiter nicht mehr allein aus dem katholischen Mittelmeerraum kamen. Dazu kamen Asyl - suchende. Buddhisten aus Tibet immigrierten in den 1960er Jahren, später Buddhisten aus Kambodscha, Vietnam und Laos. Hinduistische Tamilen aus Sri Lanka und Sikhs aus dem Pandschab wurden aufgenommen und schließlich Muslime aus Palästina, dem Libanon, der Türkei, dem Magreb und aus Schwarzafrika sowie in den 1990er Jahren vor allem aus Bosnien und dem Kosovo. In Genf, aber auch in Bern und Zürich, gibt es zudem die multire - ligiöse Gruppe der Mitarbeitenden internationaler Organisationen, der Geschäftsleute und Universitätsangehörigen. Im selben Zeitraum sind auch viele Schweizer für andere Religionen offen …
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