Ferderer, Die Gemeinschaftsbewegung
**II - 2.2.8 Die Gemeinschaftsbewegung** _**[The German fellowship movement]**_ Eduard Ferderer Zusammenfassung Die Gemeinschaftsbewegung ist seit mehr als 130 Jahren Teil der Christentumsgeschichte in Deutschland. Durch Impulse aus dem angloamerikanischen Raum belebt, entwickelten pietistisch-erweckliche Konventikel mit Vereinen und Vergemeinschaftungen im ausgehenden 19. Jh. ein evangelistisch-missionarisches Profil im Kontext der krisenbewährten evangelischen Landeskirchen. Den Beginn einer organisierten Gemeinschaftsbewegung markiert die sog. „Gnadauer Konferenz“ 1888 in einem kleinen Ort südlich von Magdeburg. 1897 konstituierte sich der „Deutsche Verband für evangelische Gemeinschaftspflege und Evangelisation“, heute bekannt als „Evangelischer Gnadauer Gemeinschaftsverband“. Bereits in den ersten Jahrzehnten durchlebte die Gemeinschaftsbewegung ihre bis heute schwerste Krise - die Trennung von der Pfingstbewegung 1909. Während des Nationalsozialismus orientierte sich die Gemeinschaftsbewegung an der Bekennenden Kirche. Nach 1945 kam es zur Teilung in einen westdeutschen „Gnadauer Verband für Gemeinschaftspflege und Evangelisation e. V.“ und ein ostdeutsches „Evangelisch-kirchliches Gnadauer Gemeinschaftswerk in der DDR e. V.“. Erst 1991 fusionierten beide …
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