II-2.1.6

Hauschildt, Seelsorge, evangelisch

📅 2016 📄 12 Seiten

Seelsorge, evangelisch Von Eberhard Hauschildt „Seelsorge“ bezeichnet einerseits eine bestimmte religionskulturelle Praxis (hier die der protestantischen Variante des Christentums). Andererseits stellt die Thematisierung von Seelsorge (hier durch protestantische Theologie) eine Deutung eines breiteren gemeinsamen humanen Phänomens dar, das insgesamt in den verschiedenen Teilartikeln des Artikels „Seelsorge“ angesprochen ist. Transformationen evangelischer Seelsorge von der Reformation bis zur Gegenwart Mit der reformatorischen Theologie (Martin Luther) veränderte sich im 16. Jahrhundert die Wahrnehmung von Seelsorge gegenüber der mittelalterlichen Sicht im Katholizismus: Seelsorge bezeichnete nun eine solche Kommunikation, dessen Mittelpunkt der befreiende Trost durch Gott („Evangelium“) sein soll, welcher von den einzelnen Gläubigen erfahren wird. Dabei ist in der Beschreibung der Tätigkeiten Christi gegenüber denen als König und Richter („Gesetz“) nun sein Amt als „Seelsorger“ aufgewertet.1 Die bislang bestehende faktisch exklusive Koppelung an das Beichtritual, bei dem in der Hand des Priesters sich das kirchliche Recht zur Lossprechung von Sünde befindet, wird gelöst: Als …

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