II-1.2.12

Klöcker, Religiöser Fundamentalismus: kritische Diagnosen

📅 1997 📄 5 Seiten

Religiöser Fundamentalismus: kritische Diagnosen Von Michael Klöcker Das Etikett Fundamentalismus, zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA Selbstbezcichnung einer protestantisch-konservativen Sammlungsbcwegung, wird in jüngster Zeit von Religionskritikcrn gezielt auf den absoluten Wahrheits­ und Verbindlichkeitsanspruch in den Religionen bezogen, der in überzeitlich geltendem „heiligen Wissen“ fixiert ist und scharfe Abgrcnzungslinien gegen das - mit dem eigenen Absolutheitsanspruch auf „objektive“ Wahrheit und Gel­ tung unvereinbare - Wissenschafts- und Wcltverständnis der modernen Zivili­ sation auf der Grundlage von eigensinnigem Vernunftgebrauch, individueller Autonomie, subjektiver Handlungskompctenz zieht. Attraktivität und Gefah­ ren des „religiösen Fundamentalismus“ sind in einer Reihe sozial- und individualpsychologischer Studien analysiert worden: Einerseits biete er durch hergebracht väterliche Autoritäten und einfach-klare Leitsätze Orientierungs­ sicherheit und Gemeinschaft, stille damit die Sehnsucht nach „mütterlicher UrWir-Geborgenheit“; andererseits seien aber für solche „Aufgehobcnheit“ ver­ hängnisvolle Leistungen und Verdrängungen erforderlich: Unterwürfigkeit, Verzicht auf eigene persönliche Autonomie, Verdrängung und Delegation von Angst und Aggression. In jüngerer Zeit, insbesondere …

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