Klöcker, Soziallehre und Caritas
Soziallehre und Caritas Von Michael Klöcker Als soziales Handlungsgebot wird im Christentum generell das Doppelgebot der Liebe hervorgehoben: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit gan zem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Näch sten lieben wie dich selbst“ (Mt 22, 37 ff.; vgl. 3 Mose 19, 18). Das erste päpstliche Rundschreiben zur „sozialen Frage“ von 1891 („Rerum novarum“) hat noch heute Bedeutung als ein Grundstein ter Katholischen Sozial lehre’. Darin werden u.a. Recht und Pflicht der Slaatsintervention betont, Pri vateigentum in Bindung an das Gemeinwohl verteidigt, die Koalitonsfreiheit der Arbeiter als Menschenrecht proklamiert. Diese Lehre - verbreitet vor allem durch Rundschreiben, Briefe undAnsprachcn des Papstes, neuerlich auch durch Erklärungen der Bischofssynoden - wird naturrechtlich als der Vernunft zu gänglicher Ausdruck der überzeitlich geltenden Schöpfungsordnung Gottes be gründet; sie wird vom …
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