Stückrath, Bibelgärten
Orte des religösen Lernens Bibelgärten Von Katrin Stückrath Bibelgärten sind christliche und jüdische Themengärten mit didaktischem Charakter.1 Ihre Trägerinstitutionen sind zumeist evangelische, katholische, freikirchliche oder jüdische Gemeinden, aber auch Klöster, Bibelmuseen, Schulen, Hochschulen, Vereine und sogar diakonische Einrichtungen, die ihre Grünflächen als „Bibelgarten“ (geläufigste deutsche Bezeichnung) oder auch „Biblischen Garten“ oder „Garten der Bibel“ gestalten. Derzeit existieren in Deutschland etwa 150, weltweit etwa 500. Das wichtigste Mittel dazu sind Pflanzen, die im Alten und Neuen Testament erwähnt werden, z. B. Weinstock, Ölbaum und Feige. Hinzugenommen werden können heimische Pflanzen aus der christlichen Tradition, z. B. die Christrose. In komplexeren Anlagen erhält der Gartenraum eine Raumstruktur, die sich z. B. mithilfe von Beet- und Wegeformen, Skulpturen und thematischen Bereichen symbolisch ausdrückt. Geschichte, Entstehung und Verbreitung Die Entstehung der Bibelgärten durchläuft in allen untersuchten Ländern ähnliche Entwicklungsstufen: Am Anfang stehen Pflanzenausstellungen in botanischen Gärten, dann greifen Gartenschauen die Thematik „Biblische Pflanzen“ auf …
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