Egeler, Germanische Kultorte in Deutschland
Germanische Kultorte in Deutschland Von Matthias Egeler Einleitung Der vorliegende Beitrag soll einen knappen Überblick über germanische Kultorte in Deutschland geben. Hierbei bedarf der Begriff „germanisch“ einer genaueren Definition. Der Germanenbegriff hat seine Wurzeln im ethnografischen und historischen Schrifttum der Antike. Wie viele antike Völkerbezeichnungen war die Volksbezeichnung „Germanen“ dabei sowohl mit erheblichen Unschärfen belastet, als auch einer historischen Entwicklung unterworfen. Bis zur Zeit Julius Caesars wurden die europäischen Völker nördlich des Mittelmeerraums (also die Völker des „Barbaricums“) von der antiken Geografie in zwei Gruppen unterteilt: die „Kelten“ im Westen und die „Skythen“ im Osten. Die „Germanen“ spielten in der antiken Wahrnehmung des transalpinen Europa zunächst keine signifikante Rolle, sondern galten nur als eine unbedeutende Untergruppe der „Kelten“. Einen grundsätzlichen Wandel in diesem Bild der ethnischen Landschaft des Barbaricums führte erst das Werk Caesars herbei, der in seinem „Gallischen Krieg“ die Germanen als eine Großgruppe etablierte, die er mit „Kelten“ …
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