I-23.5

Fries-Knoblach, Keltische Kultorte in Deutschland

📅 2014 📄 14 Seiten

Keltische Kultorte in Deutschland Von Janine Fries-Knoblach Erkennbarkeit prähistorischer Kultorte In (Hoch-)Kulturen mit schriftlicher Überlieferung und Steinbauweise sind Heiligtümer meist problemlos auszumachen und tiefe Einblicke in die dinglichen Reste und die zugehörige Geisteswelt möglich. Hingegen stellt für prähistorische Zeiten schon das Erkennen von Kultplätzen ein Problem dar. Über die ideellen Vorstellungen lässt sich wegen fehlender Textquellen nur mittels Analogieschlüssen aus Völkerkunde, Europäischer Ethnologie (Volkskunde) und Historie mutmaßen. Es muss daher nicht verwundern, dass sehr verschiedene Kriterien und Einteilungen für vor- und frühgeschichtliche Kultstätten existieren. Bis heute greifen viele Archäologen für Kultfragen auf den Religionswissenschaftler Carsten Colpe (1929-2009) zurück, der 1970 drei Merkmale für einen „religiösen Raum“ herausstellte: Dies waren erstens die Anlage nach einem traditionellen Kanon als Ausdruck des heilen Urzustandes der Welt, zweitens Hinweise auf Ritualisierung und drittens Opferfunde als zusätzliches Korrektiv. Ritualisierung sei erkennbar an wiederholter Benutzung wegen der Weihung des Ortes durch die Offenbarung des „Heiligen“, am …

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