I-15.6

Frings, Kaminsky, Konfessionelle Heimerziehung in der BRD während der 1950er- und 1960er-Jahre

📅 2013 📄 19 Seiten

Konfessionelle Heimerziehung in der BRD während der 1950er- und 1960er-Jahre Von Bernhard Frings und Uwe Kaminsky Einleitung Wenn sich 1965 in Niedersachsen 90 %, in NRW 85,6 % und in Bayern 85,1 % der im Rahmen von Fürsorgeerziehung (FE) und Freiwilliger Erziehungshilfe (FEH) in Heimen untergebrachten Minderjährigen in privaten, meist in konfessioneller Trägerschaft stehenden Einrichtungen befanden, zeigt ein solcher Befund anschaulich die Bedeutung, die der konfessionellen Heimerziehung auf diesem Feld zukam. Und obwohl sich der Anteil in Hamburg und SchleswigHolstein mit 26,8 % bzw. 37,2 % weitaus geringer darstellte1 , wurde in vielen Regionen der Bundesrepublik nach 1945 eine jahrzehntelange Tradition fortgeschrieben.2 Es waren die aus religiöser Motivation heraus von einzelnen Personen, Vereinen oder kirchlichen Verbänden im Lauf des 19. Jahrhunderts ins Leben gerufenen evangelischen und katholischen Rettungshäuser, Waisenhäuser und Erziehungsanstalten, die vielerorts in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg eine wesentliche Grundlage für die öffentliche Ersatzerziehung boten. Sie erwuchsen …

📖 Leseprobe

Die ersten Seiten dieses Artikels können Sie kostenfrei lesen.

📄
I-15.6 Konfessionelle Heimerziehung in der BRD.pdf 19 Seiten
Vorschau öffnen