Happ, Martinsbrauchtum
The Customs of St. Martin
I - 14.7.6 Martinsbrauchtum [The Customs of St. Martin] Von Martin Happ Zusammenfassung Der 11.11. erinnert an eine zentrale Heiligengestalt der römisch-katholischen Religion. Sein Bekanntheitsgrad überstieg kurz nach dem Tod die Region Galliens im 4. Jahrhundert, seinen ursprünglichen Wirkungsort, in östlicher Richtung durch gesellschaftliche Eliten des frühen Mittelalters (Merowinger, Karolinger) und war imstande, sich 1 ½ Jahrtausende zu halten. Die Entwicklungslinien gehen dabei von der ursprünglichen, kultischen Verehrung am Grab und der Nachfolge seines asketischen Lebensideals (martinische Mönche) aus, führen zu ersten Formen des Brauchtums in Verbindung mit dem ländlichen Wirtschafts- und Alltagsleben der Region bis hin zu einem komplexen Brauchgeschehen am Ende des Mittelalters auch außerhalb des Kernlandes der Touraine („hypothetische Vollform“ nach Matthias Zender). Zu Beginn der Neuzeit löst sich dieser Komplex wieder in regionale Elemente auf. Auch die Einschätzung des Martinsbrauchtums unter dem Aspekt der Heiligenverehrung durch protestantische Theologen ist ein Element dieser Geschichte. Bis zur Aufklärung …
The Customs of St. Martin
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