Froriep-Wenk, Kontinuität trotz Wandel?
Kontinuität trotz Wandel? Religiöse Identitätsbildung der Siebenbürger Sachsen nach der politischen Wende Von Lida Froriep-Wenk Wenn kollektiven Identitäten durch extremen Wandel die Auflösung droht, wie geht es dann weiter mit den Menschen, die sich diesen Identitäten zuordnen? Die Siebenbürger Sachsen haben nach 1989 einen solchen Wandel durchgemacht, als die meisten von ihnen in recht kurzer Zeit aus Rumänien nach Deutschland und Österreich auswanderten. Vor der Wende galt die lutherische Kirche in der siebenbürgisch-sächsischen Identität als unverzichtbar. Bis heute beschreiben kirchliche und weltliche Vertreter der Siebenbürger Sachsen den evangelischen Glauben und die „Heimatkirche“ als selbstverständlichen Teil ihrer Identität - auch in Deutschland. Doch welchen Stellenwert haben Kirche und Glauben im Leben von einzelnen Siebenbürger Sachsen tatsächlich heute noch? Welche Wandlungsprozesse haben stattgefunden und wie steht gerade die jüngere Generation der in Deutschland lebenden Siebenbürger Sachsen dem religiösen Erbe gegenüber? Diese Fragen stellten den Kern einer qualitativen Befragung dar, die ich im …
📖 Leseprobe
Die ersten Seiten dieses Artikels können Sie kostenfrei lesen.